Literaturpreis Hommage à la Franceder Stiftung Brigitte Schubert-Oustry

 
(C) Alice Joulot

17. September 2019

„NACHTS IST UNSER BLUT SCHWARZ“: David Diop in Lesung und Gespräch

Lesung und Gespräch auf Deutsch und Französisch mit Übersetzung

»Nachts ist unser Blut schwarz«, David Diops zweiter Roman (« Frère d’âme », Seuil, deutsche Übersetzung von Andreas Jandl, 2019 im Aufbau Verlag) wurde in Frankreich als literarische Sensation gefeiert und in kürzester Zeit zum Presse- und Publikumsliebling. David Diop erhielt dafür unter anderem den renommierten Prix Goncourt des lycéens 2018.

Erzählt wird die Geschichte von Alfa Ndiaye, der als „Schokosoldat“ wie die Kameraden ihn nennen, im Ersten Weltkrieg an der Seite der Franzosen gegen die Deutschen kämpft. Als Mademba Diop, Alfas geliebter Kindheitsfreund und „Seelenbruder“ in seinen Armen verblutet, wird er von Trauer und Wut gepackt bis zur Besinnungslosigkeit und versetzt durch seine Gewaltausbrüche seine Kamaraden in Angst. Als er von der Front abgezogen wird, führen ihn seine Gedanken zurück in seine afrikanische Vergangenheit.

 

David Diop hinterfragt die Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten und verlagert das Grauen des Krieges ins tiefste Innere. Die Stimme von Alfa Ndiaye betört und verstört. „Wie ein Tornado nimmt uns dieser kraftvolle, hypnotische Text mit.“, urteilte die Zeitung L’Humanité.

 

David Diop, 1966 in Paris geboren und im Senegal aufgewachsen, unterrichtet heute französischsprachige afrikanische Literatur an der Universität Pau.

 

 

Kooperationsveranstaltung vom Institut français Sachsen, dem Literaturpreis „Hommage à la France“ der Stiftung Brigitte Schubert-Oustry und dem Centre Frankreich|Frankophonie an der TU Dresden, mit freundlicher Unterstützung der Städtischen Bibliotheken Dresden. Gefördert vom Bureau du livre der französischen Botschaft in Deutschland und dem Landesamt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.